Das Grundwasser

In dem gesamten Gebiet bewegt sich das Grundwasser normalerweise in einem Bereich zwischen -0,4 und -1,0 m unterhalb NN. Das bedeutet, dass es durch die zu erwartenden Bodenabsenkungen in den nächsten Jahrzehnten unweigerlich zu einer Vernässung der Landschaft kommen wird. Es werden sich Senken auf Grundwasserniveau bilden, aus denen das Wasser nur noch schwer abfließen wird. Die Entwässerung wird deutlich erschwert.

Hinzukommt, dass durch den Bau von Leitungen und andere Baumaßnahmen  immer wieder Grundwasserabsenkungen erforderlich sind. Durch diese können die Fundamente unserer Häuser beschädigt werden und landwirtschaftliche Nutzflächen können absacken. Steigt das Grundwasser nämlich wieder, wird sich insbesondere die Darg-Boden-Schicht unterhalb des Kleibodens nicht wieder heben. Ähnliche Erfahrungen haben einige Bewohner schon beim Emstunnelbau in den 1980er Jahren machen können.

Die Ausmaße von Bodenabsenkungen, Grundwasserabsenkungen und Vernässung werden noch viel gravierender, wenn der gesamte Salzstock für Kavernenspeicher genutzt werden würde. Theoretisch wären hier mehr als 200 Kavernen möglich. Da das LBEG keinerlei Begrenzung auf eine bestimmte maximale Anzahl von Kavernen vornimmt, ist davon auszugehen, dass die jetzigen geplanten Kavernen noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sind. Auch in Zukunft können wesentlich mehr Kavernen errichtet werden als heute bekannt ist. So wie es aussieht, kann also jeder Betreiber zurzeit beliebig viele Kavernen planen und genehmigen lassen.

Somit könnte das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes ein Fass ohne Boden werden. Wo bleiben wir als Einwohner, Bürger und Steuerzahler? Diese Fragen kann uns leider zurzeit niemand befriedigend beantworten. Wir hoffen darum auf breite Unterstützung unserer Arbeit und unserer Forderungen.