Die Gefahr von Bodenabsenkungen

Durch den Bau der Kavernen wird es zu gravierenden Bodenabsenkungen und infolgedessen auch zu einer Vernässung des gesamten Gebietes kommen.

Das sogenannte Konvergenzverhalten des Salzstockes bewirkt, dass die durch das Solen entstandenen Hohlräume (die Kavernen) pro Jahr ca. 1% Volumen verlieren. Dies bedeutet, dass pro Kaverne im "Gasbetrieb" ca. 7.000 cbm Volumen jedes Jahr verloren gehen. Dieses Volumen wird zu ca. 95% durch nachdrückende Erdschichten an der Oberfläche ausgeglichen. Somit sinkt oberhalb einer Kaverne die Erdoberfläche jährlich um ca. 6.650 cbm. Verteilt man diese Menge gleichmäßig auf 365 Tage pro Jahr, so entspricht dies einem Bodenverlust von ca. 18,22 cbm pro Tag. Das bedeutet: Für den Ausgleich der Bodenverluste jeder einzelnen Kaverne wäre somit täglich das Volumen eines LKW-Lastzuges erforderlich!

Bislang werden von EWE und Wingas ca. 33 Kavernen und von EON-Gasstorage ca. 20 - 40 Kavernen geplant. Sollten die Betreiber Ihre Pläne in dieser Weise verwirklichen, so wären täglich ca. 67 LKW-Ladungen erforderlich, um diese Bodenabsenkungen auszugleichen. Da diese LKW-Ladungen aber niemals kommen werden, sinkt das Gebiet mit den Jahren weiträumig ab. Über einen Zeitraum von 35 Jahren würden alleine die bisher genehmigten 33 Kavernen zu Bodenabsenkungen von bis zu 70 Zentimetern im Kerngebiet führen. Es würde sich ein Senkungstrichter mit einem Durchmesser von 3 Km rund um den Kavernenfeldrand herum bilden.

Trichter